Über die Osteopathie

ganzheitlich - funktionell - medizinisch

Was ist Osteopathie? 

Osteopathie (von griech. ostéo „Knochen“ und páthos „Schmerz, Leiden, Leidenschaft, Erfahrung“). Wörtlich übersetzt bedeutet Osteopathie eigentlich „Knochenerkrankung“, korrekt aber in diesem Zusammenhang „Beeinflussung der Leiden über die Knochen respektive über die Behandlung der Knochen“.

Die Osteopathie ist eine manuelle Form der Medizin. Sie dient dem Erkennen und Behandeln von Funktionsstörungen. Der Ansatz der Osteopathie ist einfach: Leben zeigt sich in Form von Bewegung. Dort wo Bewegung verhindert wird, macht sich Krankheit breit. Die Osteopathie kennt und beschreibt alle kleinen und großen Bewegungen des menschlichen Körpers. Sie hilft Bewegungseinschränkungen aufzuspüren und zu lösen.

Der menschliche Körper ist ständig in Bewegung. Jede einzelne Struktur an ihm bewegt sich und führt dabei ihre eigene Funktion aus. Die Osteopathie nutzt diesen Zusammenhang. Dabei betrachtet die Osteopathie den menschlichen Körper immer als untrennbare Einheit. Erst das Zusammenspiel der einzelnen Strukturen ermöglichen dem Organismus als Ganzes zu funktionieren. Deshalb nimmt die Osteopathie jeden Patienten als Individuum war und behandelt ihn in seiner Gesamtheit.

Nach osteopathischer Auffassung ist der Mechanismus zur “Selbstheilung” in jedem Menschen vorhanden, der Osteopath sucht die Gesundheit. Mit den osteopathischen Techniken versucht der Osteopath über die Schaffung einer individuell optimalen Beweglichkeit, strukturelle/physiologische Hindernisse, sog. Läsionen“, bzw. „Dysfunktionen“, zu beseitigen, um somit die günstigsten Rahmenbedingungen für das Wirken des Selbstheilungsmechanismus (vis medicatrix naturae) zu schaffen. „Optimal“ ist in diesem Zusammenhang qualitativ zu verstehen, d.h. die Qualität einer Bewegung hat in der Osteopathie eine wesentlich höhere Bedeutung als deren Ausmaß.

Museum of Osteopahic Medicine. [1980.406.01]

Geschichte der Osteopathie

Die Medizinphilosophie der Osteopathie wurde durch den Arzt Andrew Taylor Still (1828-1917) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten entwickelt und 1874 erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt. Erst 1892, mit der Eröffnung der ersten Osteopathie-Schule in Kirksville, Missouri, der American School of Osteopathy (ASO) wurde der Begriff „Osteopathy“ geprägt. Er fand komplexe Zusammenhänge zwischen Funktionsstörungen der verschiedenen Gewebe des menschlichen Körpers und ihrer Projektion auf den Bewegungsapparat. Er entdeckte und entwickelte die Möglichkeiten Manueller Techniken zur Behandlung solcher Störungen neu. Dabei ging es ihm immer um die Anerkennung des Heilprozesses als natürlichen Vorgang und darum, in der Therapie den kranken Organismus in seinem Prozess der Selbstheilung zu unterstützen. Durch jahrelanges Forschen hatte Still erkannt, dass der Mensch in Gesundheit und Krankheit als Einheit reagiert. Er entdeckte Wechselwirkungen der Organsysteme und kannte die Naturgesetze.
Auf dieser Grundlage entwickelte er ein ganzheitliches Behandlungskonzept. John Martin Littljohn (1866-1947) übertrug Stills vorwiegend anatomisch begründetes Konzept auf die gesamte Physiologie und wirkte federführend bei der wissenschaftlichen Anerkennung der Osteopathie mit. Mit Gründung der „British School of Osteopathy“ (BSO) in London (1917), war er auch in hohem Maße an der Verbreitung der Osteopathie in Europa verantwortlich.

William Garner Sutherland (1873-1954), ein Student Stills, erweiterte das osteopathische Konzept auf den Bereich des Schädels und begründete damit die Kraniale, bzw. Kraniosakrale Osteopathie. Robert Fulford, Rollin Becker, Harold Magoun Sr. und Viola Fryman zählten zu den bedeutendsten Schülern William Garner Sutherlands.
Heute ist Osteopathie in den USA eine Arztausbildung an Colleges mit dem Abschluss D.O. (Doctor of Osteopathy). Amerikanische Osteopathen haben alle Rechte eines ordentlichen Arztes. Aufgrund geschichtlicher Entwicklungen arbeiten aber nur noch ca. 3-5% überwiegend mit manuellen Techniken am Patienten und der ganzheitliche Ansatz ist in der Ausbildung nur noch in Ansätzen zu erkennen. Heute praktizieren etwa 54.000 Osteopathen in den USA ihren eigenständigen Beruf. Sie führen den Titel D.O., Doctor of Osteopathy, und sind Ärzten (Medical Doctors, MD) gleichgestellt.

Die Bezeichnung D.O. (Diplom-Osteopath) wurde traditionell in England den Osteopathen zugeteilt. Die Osteopathie in England wurde nach J.M. Littlejohn später sehr stark durch den Arzt und Osteopathen Prof. Dr. Alan Stoddard geprägt. Er modifizierte die äußerst anspruchsvolle und aufgrund der qualitativ-ganzheitlichen Aspekte in seiner Komplexität schwer in ein normorientiertes Gesundheitssystem zu integrierende Osteopathie. Mit diesem Schritt erhöhte sich die politische Akzeptanz der Osteopathie in England erheblich und es versteht sich auch, dass die englische Osteopathie gegenwärtig einen weitaus geringeren ganzheitlichen Charakter hat, als dies ursprünglich durch Still und Littlejohn gelehrt wurde. Stoddard`s abgespeckte und damit im Praxisalltag leichter zu integrierende „Osteopathie“ fand rasch großen Anklang an der BSO (British School of Osteopathy).

Der Status der Osteopathie ist je nach Land unterschiedlich. Seit 1993 ist der Beruf des Osteopathen in England rechtlich anerkannt. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. In der Schweiz ist die Osteopathie seit 2006 von der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK als Beruf der Gesundheitsfürsorge anerkannt.

Praktiziert wird die Osteopathie in nahezu allen europäischen Ländern.

Berufspolitische Situation der Osteopathie in Deutschland

Es gibt keine staatliche Regelung der Ausbildung und der Berufsbezeichnung der Osteopathie in Deutschland. Es gibt auf Länderebene lediglich eine staatliche Regelung. Seit November 2008 gibt es im Bundesland Hessen eine Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für Osteopathen (WPO-Osteo).

Die WPO-Osteo regelt den Weg zur Erteilung einer staatlichen Erlaubnis zur Führung der Weiterbildungsbezeichnung Osteopathin/Osteopath in Hessen. Diese WPO bringt allerdings keine Vorteile für die Berufsausübung. Sie regelt nicht die Berufsausübung eines Osteopathen; dies ist weiterhin Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten.

Durch die WPO-Osteo wird kein eigenständiger Beruf des ‚Osteopathen‘ geschaffen. Außerdem sieht die WPO eine maximale Studiendauer von vier Jahren vor. Konkret bedeutet dies, dass 1350 Unterrichtsstunden innerhalb von 4 Studienjahren absolviert werden müssen!

Momentan scheint die Osteopathie dahingehend Anerkennung zu finden, dass sie als Heilkunde bewertet wird, was bedeutet, dass sie von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden darf. 

SKOM Therapeutenliste

Ausgebildete Osteopath*innen / Osteopathen in Deutschland und der Schweiz


Für die SKOM wichtige akademische & politische osteopathische Instanzen in Deutschland

* AFO = Akademie für Osteopathie e.V., AFO
Ziele: die AFO arbeitet als unabhängiges Organ für einen einheitlichen Standard und für gesicherte Qualität im Bereich der Osteopathie. Sie dient der Lehre und Fortbildung, sowie der Forschung und Weiterentwicklung im Bereich der Osteopathie. Mehr Information

* BAO = Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V.
Ziele: die Festlegung von Ausbildungs- und Prüfungskriterien für Ausbildungsgänge in der Osteopathie, die Qualifikation der Lehrpersonen und die Entwicklung eines zukünftigen Berufes „Osteopath“. Mehr Information

* VOD = Verband der Osteopathen Deutschland e.V.
Ziele: Anerkennung des eigenständigen Heilberufs Osteopath, Information und Qualitätssicherung, Vermittlung von Therapeuten. Mehr Information

Der Status der Osteopathie ist je nach Land unterschiedlich. Seit 1993 ist der Beruf des Osteopathen in England rechtlich anerkannt. In Belgien und Frankreich zählt die Osteopathie zu den allgemein anerkannten Formen der Medizin. In der Schweiz ist die Osteopathie seit 2006 von der Gesundheitsdirektorenkonferenz GDK als Beruf der Gesundheitsfürsorge anerkannt.

FAQ:Häufig gestellte Fragen zu unseren Osteopathie-Ausbildungen und zur Osteopathie im Allgemeinen

Die Schule

Möglichkeit sich ein Bild von der SKOM zu machen

Schnuppertage bieten Einblicke. Mach Dir doch Ihr eigenes Bild: Wir laden Dich herzlich zu unseren Schnuppertagen ein. Viermal im Jahr hast Du die Möglichkeit, in Hamburg und in Dornstadt/Ulm einen Einblick in die Ausbildung zu bekommen. In Gesprächen mit Lehrern und Schülern kannst Du Dein Bild von der SKOM-Ausbildung vervollständigen. Wir bieten auch Online-Schnuppertage an.

Ansprechpartner bei Fragen

Für weitere Fragen stehen wir Dir gerne zur Verfügung:

  • Karl-Peter Sohler, Schulleiter, kp.sohler@osteopathie.com
  • Thorsten Will, Schulkoordinator, t.will@osteopathie.com
  • Georg Eggers, Schulkoordinator, g.eggers@osteopathie.com
  • Sandra Krüger, Sekretariat, info@osteopathie.com


Die Ausbildung

Ausbildungsform

Die SKOM bietet eine von der BAO anerkannnte 5-jährige Ausbildung zur Osteopath*in an.
Die Ausbildung erstreckt sich in Form von Teilzeitunterricht über 5 Jahre mit insgesamt 1.350 Unterrichtsstunden.
Pro Schuljahr finden 7 Seminare statt, wobei ein Ausbildungsjahr aus vier 4-tägigen Seminaren und drei 3-tägigen Seminaren besteht.

Theorie/Praxis

Das Verhältnis von theoretischem zu praktischem Unterricht entspricht in etwa 40% zu 60%. Um eine intensive persönliche Betreuung, insbesondere bei der praktischen Arbeit zu gewährleisten, werden die Dozenten von Assistenten unterstützt.

Skripte

In allen Fächern erhältst Du Skripte als Lernhilfen für die Ausbildung. Die zu erlernenden Techniken werden in den Skripten bildhaft dargestellt und nochmals kurz in Textform erläutert. Die Skripte und Unterlagen stehen in digitaler Form (PDF-Dateien) kostenlos zur Verfügung.

Behandlungen an Patient*innen

Zu Beginn der Ausbildung als Osteopath*in stehen Falldarstellungen im Vordergrund. Die Dozent*in demonstriert die Untersuchung und Behandlung am Patienten. Die Problemstellung wird gemeinsam analysiert und das osteopathische Behandlungskonzept besprochen. Im nächsten Schritt behandelst Du unter Supervision. Das konstruktive Feedback des Dozenten führt Dich zu einer eigenverantwortlichen und souveränen Umsetzung der Osteopathie in die Praxis. Durch diese Behandlungen lernst Du im Laufe Deiner Ausbildung eine ganze Spannbreite verschiedenster Patient*innen und Beschwerden kennen.

Kosten pro Seminar

Die Kursgebühren betragen zurzeit 345,- € pro Osteopathie-Ausbildungsseminar (inkl. Skripte).

Ausbildungs-/ Weiterbildungsförderung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Zuschuss für die Osteopathie-Ausbildung / -Weiterbildung an unserer Schule oder andere Unterstützung zu erhalten. Einen Überblick über die Weiterbildungsfinanzierung liefert die Stiftung Warentest. Informiere Dich über Bildungsurlaub, Bildungsprämie und Weiterbildungsförderung im Rahmen von Begabtenförderung in Studium und Beruf.
Solltest Du konkrete Fragen haben, dann scheue Dich nicht uns anzusprechen.

Zum Beispiel via Email: info@osteopathie.com

Versäumter Unterricht

Falls Du aus irgendeinem Grund Unterricht versäumen solltest, kannst Du diesen im anderen Kursort nachholen. Die Ausbildung als Osteopath*in zu unterbrechen ist zu jedem Moment der Ausbildung möglich.

Klassensprecher*in

Jede Schulklasse wählt eine/einen Sprecher:in, die/der im regelmäßigen Austausch mit der Schulleitung steht.

Prüfungen

Gemäß den Richtlinien der BAO werden schriftliche & mündlich/praktische Prüfungen abgelegt. Zum Ende des fünfjährigen Studiums erfolgen die Osteopathie-Abschlussprüfungen nach dem Curriculum der BAO.

Quereinsteiger

Falls Du an einer anderen Schule bereits eine Ausbildung als Osteopath begonnen und abgebrochen hast, aber die Ausbildung als Osteopath*in dennoch fortsetzen willst, setze Dich mit uns in Verbindung. Wir prüfen gerne, ob wir Dir, gemäß den Richtlinien der BAO die Kurse anrechnen können.

Berufspolitik und Recht

Politik & rechtliche Situation der Osteopathie in Deutschland

Die Ausübung der Osteopathie ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt, obwohl in der ISCO-88 (International Standard Classification of Occupations) die OSTEOPATHIE bereits 1988 als Beruf im Gesundheitswesen in der Kategorie der Alternativmedizinischen Berufe klassifiziert wurde. Auch in der Klassifizierung der Gesundheitsberufe 2010 (KldB) der Bundesagentur für Arbeit wird die Osteopathie in der Kategorie Berufe der nicht ärztlichen Therapie und Heilkunde unter der Nummer 81783: „komplexe Spezialisten Tätigkeiten“ aufgeführt.
Seit November 2008 gibt es im Bundesland Hessen eine Weiterbildungs- und Prüfungsordnung für Osteopathen (WPO-Osteo). Die WPO-Osteo regelt den Weg zur Erteilung einer staatlichen Erlaubnis zur Führung der Weiterbildungsbezeichnung Osteopathin/Osteopath in Hessen.
Diese WPO bringt allerdings keine Vorteile für die Berufsausübung. Sie regelt nicht die Berufsausübung eines Osteopathen; dies ist weiterhin Ärzten und Heilpraktikern vorbehalten. Durch die WPO-Osteo wird kein eigenständiger Beruf des 'Osteopathen' geschaffen.
Die am 22. November 2008 in Hessen in Kraft getretene Verordnung einer Weiterbildungs- und Prüfungsordnung im Bereich der Osteopathie (WPO-Osteo) ist aufgehoben worden. Dazu wurde eine „Zweite Verordnung zur Änderung der Verordnung einer Weiterbildungs- und Prüfungsordnung im Bereich der Osteopathie“ erlassen, die am 1. September in Kraft getreten ist. Diese zweite Verordnung erklärt die Paragraphen 1 bis 18 samt Anlagen 1 bis 5 der WPO-Osteo zum 1. Januar 2019 für ungültig und führt Übergangs- und Überleitungsvorschriften für jene Weiterbildungen ein, die noch vorher begonnen werden. Für diese gilt die WPO-Osteo bis 2024.
Die hessischen staatlich anerkannten Osteopathen dürfen trotz ihrer von staatlicher Seite anerkannten Weiterbildung die Osteopathie NICHT im Erstkontakt ausüben, es bedarf einer Verordnung eines Arztes oder Heilpraktikers. In wieweit Heilkunde in diesem Fall delegierbar ist, wurde bis heute nicht durch die Rechtsprechung geklärt. Außerdem sieht die WPO eine maximale Studiendauer von VIER Jahren vor. Konkret bedeutet dies, dass 1350 Unterrichtseinheiten innerhalb von 4 Studienjahren absolviert werden müssen!

Wichtige Akademische und politische osteopathische Instanzen

BAO = Bundesarbeitsgemeinschaft Osteopathie e.V.
www.bao-osteopathie.de

VOD = Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

www.osteopathie.de

AFO = Akademie für Osteopathie e.V., AFO

www.osteopathie-akademie.de

DÄGO = Deutsche Ärztegesellschaft für Osteopathie e.V.
www.daego.de

Internationale Anerkennung

Strebst Du eine vorübergehende oder dauerhafte Auslandstätigkeit als Osteopath / Osteopath*in an? Wir gehen davon aus, dass die Bezeichnung eines Abschlusses als „international anerkannt“ bei vielen Interessentinnen und Interessenten den Eindruck erweckt, dass man mit dem Abschluss überall im Ausland als Osteopath*in oder Osteopath die Berufsanerkennung erhalten und dort arbeiten könnte. Dies ist nicht der Fall. In der Regel wird über die Berufszulassung individuell entschieden, je nach den Regeln des Gastlandes, in dem man arbeiten möchte. In akademischer Hinsicht gibt es keine internationale Behörde, Agentur oder Stelle, die eine „internationale Anerkennung“ im Bereich Osteopathie aussprechen könnte. Formal gibt es somit keine akademische „internationale Anerkennung“.

Titel & Diplome

Osteopath-BAO:
Damit Du die Urkunde ”Osteopath-BAO” bei der BAO beantragen kannst, musst Du nach heutigem Stand folgende Bedingungen erfüllen:
1. Bestehen der BAO-Prüfungen
2. Abgabe einer (kleinen) Abschlussarbeit


* Osteopath DO®:
Um Osteopath DO® ("diplomiert in Osteopathie" - in Deutschland können Diplome nur von Universitäten und Hochschulen vergeben werden. Aus diesem Grund entspricht D.O. in Deutschland einer Marke) zu werden, musst Du nach heutigem Stand folgende Bedingungen erfüllen:
1. Bestehen der BAO-Prüfungen
2. Anfertigung einer wissenschaftlichen osteopathischen Arbeit (Thesenarbeit). Du musst eine wissenschaftliche Studie planen, durchführen, ausarbeiten und vor einem Gremium (der AFO, BAO, DVO, usw.) vorstellen.


* D.O . (DO):
In den USA bedeutet die Bezeichnung D.O.: Doctor of Osteopathic Medicine.
Im Alltag der klinischen Praxis in den USA sind Ärzte mit dem Titel D.O. gleichgestellt mit den Kollegen, die den Titel M.D. (Medical doctor) erworben haben. Dort praktizieren die D.O.’s als vollapprobierte Ärzte mit allen entsprechenden Rechten.
Die Bezeichnung Osteopath D.O. steht in Europa für „Diplom in Osteopathie“ (in Deutschland ist DO® eine Marke und kein Diplom). Um diesen Titel zu erlangen, muss eine fünf- bzw sechs-jährige Osteopathie- Ausbildung (Teilzeit oder Vollzeit) durchlaufen werden, die mit einer Diplom-arbeit abschließt. Wer sich zum Osteopathen in einer Teilzeitausbildung ausbilden lassen möchte, muss bereits ein Diplom im medizinischen oder paramedizinischen Bereich vorweisen können.


* D.O.® (DO®):
Die in Deutschland durch eine Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit erworbene Marke D.O.® hat keine rechtliche Bedeutung. Allerdings ist D.O.® eine geschützte Bildwortmarke des Verbandes der Osteopathen Deutschland e. V. (VOD).


* BSc. Ost. / MSc. Ost.: Die SKOM-Studenten bzw Absolventen können einen Bachelor- oder Master-Studiengang in der Osteopathie nach der Ausbildung absolvieren. Der akademische Grad kann mit entsprechender Landeskennzeichnung in Deutschland geführt werden, berechtigt aber NICHT zur Ausübung der Osteopathie. Hierfür ist in Deutschland mindestens der Heilpraktikertitel notwendig.

Rückzahlung osteopathischer Behandlungen

Die große Nachfrage nach Osteopathie in Deutschland und die guten Erfahrungen vieler Patienten haben dazu geführt, dass seit Inkrafttreten des Versorgungsstrukturgesetzes 2012 bundesweit mehr als 100 gesetzliche Krankenkassen (GKV) ihren Versicherten Kosten für Osteopathie anteilig erstatten. Die Voraussetzungen, Leistungsumfang, Abrechnung und Leistungserbringer können aber sehr unterschiedlich sein. Siehe www.osteokompass.de/de-patienteninfo-krankenkassen.html

Dass die Kassen mit ihrem Angebot, Osteopathie anteilig zu erstatten den Bedürfnissen ihrer Versicherten nachkommen, zeigte Stiftung Warentest Mitte Februar 2013 anhand von Ergebnissen einer nicht repräsentativen Umfrage, die sie Ende 2012 an 3500 Osteopathie-Patienten durchgeführt hatte. Demnach waren 71 Prozent der Teilnehmer mit ihrer osteopathischen Behandlung „sehr zufrieden“ und weitere 17 Prozent immerhin „zufrieden“.

  • info@osteopathie.com
  • +49 (0)40 230466

Kontaktformular

Name*
Email*
Nachricht*
0 of 350
>